WAS IST INSULIN UND WOFÜR WIRD ES BENÖTIGT

Insulin ist ein Peptidhormon, das von den Beta-Zellen der Langerhans-Inseln im Pankreas produziert wird. Seine Produktion wird stark durch die Einnahme von Kohlenhydraten stimuliert und durch Proteine ​​reduziert, während die Fette keine insulinotrope Wirkung haben. Insulin ist ein anaboles Hormon par excellence und führt die folgenden Aufgaben im Organismus durch:

  • Insulin öffnet buchstäblich die Zellen, was den Transfer von Glukose vom Blut in die Zellen erleichtert. Es hat somit eine hypoglykämische Wirkung (senkt den Blutzucker). Es fördert den Glukoseaufbau in Form von Glykogen (Glykogensynthese) in Leber und Muskeln und hemmt den Abbau von Glykogen zu Glukose (Glykogenolyse).
  • Insulin erleichtert den Transfer von Aminosäuren vom Blut in die Zellen, stimuliert die Synthese von Fettsäuren aus überschüssigen Aminosäuren und Glukose und hemmt die Nutzung von Fettsäuren zu Energiezwecken (Lipolyse).
  • Es erleichtert Kalium den Zugang ins Innere der Zellen.
  • Insulin stimuliert die Zellproliferation.
  • Es regt den Gebrauch von Glukose für die Energieproduktion an.
  • Und auch die endogene Produktion von Cholesterin wird stimuliert.

Insulin ist daher ein zentrales Hormon für das reibungslose Funktionieren unseres Körpers. Wenn aber bestimmte Zeit- und Mengengrenzen im Blutkreislauf überschritten werden, beginnen sich Probleme zu manifestieren.

WENN ZU VIEL INSULIN PRODUZIERT WIRD

Nach verschiedenen Autoren, allen voran Lorein Cordain, ist der Zustand der kompensatorischen Hyperinsulinämie (Verlust der Insulinsensibilität, und als Konsequenz eine Übersekretion von Insulin) verbunden mit peripherer Insulinresistenz (die Unfähigkeit von Zellen, Insulin zu absorbieren) die Wurzel aller Übel.

Die kompensatorische Hyperinsulinämie ist der Nährboden vieler Krankheiten und Komplikationen wie Bluthochdruck, Typ-2-Diabetes, Dyslipidämie, Degeneration der Koronararterien, Fettleibigkeit und begrenzte Glukosetoleranz [1].

Darüber hinaus verändert Hyperinsulinämie durch komplexe Hormonregulationsmechanismen die Proliferation und das Wachstum verschiedener Zellgewebe, fördert damit die Akneentwicklung, die jugendliche Myopie (Kurzsichtigkeit), das polyzystische Ovarialsyndrom (PCOS), das Hautpapillom, die Varikozele, eine frühe erste Periode und eine erhöhte Körpergrösse [1].

Mehr und mehr wissenschaftliche Erkenntnisse deuten darauf hin, dass Hyperinsulinämie eine Rolle spielt bei der Entstehung verschiedener Krebsarten (Brust-, Prostata- und Darmkrebs) durch Hemmungsmechanismen des zellulären Apoptosesystems. Dieser Mechanismus, auch als programmierter Zelltod bekannt, kontrolliert die Proliferation von karzinogenen Zellen, und wenn er gehemmt wird, ist ein rasantes Wachstum von Krebszellen sehr viel wahrscheinlicher [1].

Hyperinsulinämie scheint eine gemeinsame Ursache zu sein von all diesen Komplikationen und Pathologien. Seit mehreren Jahren werden sich Wissenschaftler wie Barry Sear der Problematik bewusster, und die Lage spitzt sich zu. Neue Ernährungsstrategien wurden ausgearbeitet wie die berühmte Zone Diät, die sich zum Ziel gesetzt haben, die Insulinproduktion einzudämmen indem schlicht weniger Kohlenhydrate konsumiert werden, dafür aber ein höherer Anteil an Fett und Proteinen.

Aus der Perspektive unserer Evolutionsgeschichte war Insulin stets ein Hormon das sparsam produziert wurde, da auch die Mahlzeiten seltener und vorallem ärmer waren an Kohlenhydraten mit hohem glykämischen Index. Wenn wir auf unseren Körper hören würden, würden wir einmal pro Tag essen. Stattdessen bombardieren wir unseren Metabolismus von früh bis spät mit Zucker und komplexen Kohlenhydraten.

SCHLUSSFOLGERUNGEN

Heute rät die Ernährungswissenschaft, dass der Mensch mindestens fünf Mahlzeiten pro Tag zu sich nimmt. Ebenfalls empfiehlt sie, dass mindestens 50% unseres Kalorienbedarfs aus Kohlenhydraten stammen sollten. Aber muss der Mensch wirklich alle 3 Stunden essen?

Die Insulinproduktion ist dafür vorgesehen, kontrolliert genutzt zu werden. Wir müssen uns lösen von unseren kulturellen Angewohnheiten des Morgen-, Mittag- und Abendessens und die Insulinproduktion so anregen, wie es gedacht wäre: nur unter bestimmten Umständen und zu bestimmten Zeitpunkten. Die Insulinproduktion sollte bestimmte Werte nicht überschreiten um die korrekte Funktion unseres Energiesystems zu gewährleisten.

Noch einmal, unser Lebensstil kollidiert heftig mit unserer DNA und früher oder später haben wir den Schaden und müssen bezahlen. Finde mit Evoplus heraus wie wir deine DNA dazu bringen, sich bestmöglichst zu entfalten und finde zu deinem Wohlbefinden zurück.

REFERENZEN

1. Hyperinsulinemic diseases of civilization: more than just Syndrome X Loren Cordain*, Michael R. Eades, Mary D. Eades Department of Health and Exercise Science, Colorado State University, Fort Collins, CO 80523, USA Received 27 June 2002; received in revised form 23 December 2002; accepted 3 January 2003